Willkommen in der
Gemeinde Weerberg
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Kapellen

  • Dolt-Kapelle
  • Egger-Kapelle
  • Maxenhag-Kapelle
  • Wegscheid-Kapelle
  • Ried-Kapelle
  • Tran-Kapelle
  • Zaller-Kapelle
  • Zirler-Kapelle
  • Grill-Kapelle
  • Auer-Kapelle
  • Krötz-Kapelle
  • Berghof-Kapelle
Wenn Sie zu Besuch am Weerberg sind, lohnt es sich auf jeden Fall, sich einige der wunderschönen Weerberger Kapellen anzusehen!

Insgesamt gibt es 12 Kapellen, die auf das gesamte Gemeindegebiet aufgeteilt sind:

Krötz Kapelle
Die Krötz Kapelle (auch Kreith Kapelle) wurde 1966/1967 an einer Weggabelung errichtet. Ein Vorgängerbau stand östlich des Bauernhofes Krötz. Die einjochige, gemauerte Kapelle mit Satteldach hat einen rechteckigen Grundriss und vor dem eigentlichen Eingang einen offenen überdachten Vorraum. Im Innenraum findet man einen einfachen Altartisch sowie ein großes Altarkreuz (Christkönig) aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, das an Franz Xaver Nissl erinnert. Interessant ist, dass sich das Wundmal auf der Brust an der falschen Seite befindet. Das Haupt mit dreiteiligem Strahlennimbus schaut nach rechts oben. Rechts und links sieht man zwei Drucke mit dem Herz Jesu und Herz Mariä. Die sehr kleinen Kreuzwegstationen in Größe von Heiligenbildern befinden sich in Holzrahmen mit Kreuz.

Auer Kapelle
Nachdem die alte Auerkapelle abgerissen wurde, richtete man 1975 im Obergeschoß des Feuerwehrgerätehauses (2. Zug) einen rechteckigen Kapellenraum ein, der an der Südseite ein großes Glasfenster in Rosettenform besitzt. Das Fenster zeigt eine Pietà und die Inschrift: Schmerzensmutter von Georgenberg bitte für uns. Zu sehen sind zwei ca. 70 cm. hohe Statuen Herz Jesu und Herz Mariä von Franz Kobald aus Schwaz sowie Kreuzwegstationen in Öl (um 1800), die von Christof Anton Mayr stammen könnten.

Grill Kapelle
Die gemauerte einjochige Kapelle mit 3/8-Chor und Rundbogenfenster wurde 1885 erbaut und 1980-85 renoviert. Im Innenraum findet man ein bemaltes Tonnengewölbe aus Holz,. In der Nische des neuromanischen Altaraufbaus sieht man eine Statue hl. Josef mit Kind, davor steht eine Gipsstatue Maria als Königin. Als Kreuzwegstationen dienen Kopien von Stahldrucken. Über dem Altar ein dunkles Ölbild Jesus, Drucke mit Herz Jesu und Herz Mariä, Grablegung Christi und Muttergottes mit Kind (Cranach-Manier).

Dolt Kapelle
Die alte Dolt Kapelle wurde 1950 mit der Rückwand zur Straße etwas in den Hang hineingebaut und 1999 nach den Plänen von Alois Erler jun. neu errichtet. Das ursprüngliche sehr wertvolle Inventar wurde um 1980 gestohlen. Der sehr schöne Barockaltar (schwarz mit geschnitzten Goldornamenten) beherbergt ein Maria-Hilf-Bild nach Lukas Cranach aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Statuen hl. Notburga und hl. Josef als Zimmermann stammen aus Gröden. Bei den Kreuzwegbildern handelt es sich um kolorierte Stahlstiche wie in der Grill Kapelle.

Wegscheid Kapelle
Im Zuge des Baues der Straße von Pill nach Weerberg musste 1958 eine der ältesten und schönsten Kapellen, die Wegscheid Kapelle, abgetragen werden. In dieser alten Kapelle sollen laut Überlieferung schon vor dem Bau der Kirche St. Peter Gottesdienste abgehalten worden sein. Der jetzt noch vorhandene Altar, in dessen Nische die Nachahmung der Mariahilf-Madonna von Lucas Cranach (um 1515) untergebracht ist, die aber in der Ausführung geschnitzt und bekleidet ist, kann in Tirol wohl als sehr selten und nahezu einmalig betrachtet werden. Um dieses prachtvolle und geschätzte Marienheiligtum doch nicht ganz aufzulassen, wurde von den Besitzern des Kobaldhofes, die die Wegscheid Kapelle betreuten, in unmittelbarer Nähe des ursprünglichen Standortes eine Art Bildstock errichtet. Durch die offene Nische war der Altar aber den Witterungseinflüssen und somit einem raschen Verfall ausgesetzt. Deshalb wurde 1991 dieser Bildstock von der Familie Knapp in Eigenregie auf ihrem Grund durch eine kleine neuzeitliche Holzkapelle (Entwurf und Ausführung: Hans Knapp) ersetzt. Dieser kleine Kapellenbau ist nicht als Kunstwerk zu betrachten, sondern als halbwegs würdiger Schutz dieses wertvollen Kleinodes und als kleine besinnliche Stätte für jene, die hier einkehren. Als größerer Gebetsraum steht ja in nächster Nähe die Pfarrkirche zur Verfügng.

Maxenhager Kapelle
Der gemauerte, unverputzte, turmlose, einjochige, neugotische Bau mit dreiseitigem Chor und steilem Satteldach sowie Spitzbogenfenstern wurde füher von zwei mächtigen Linden beschützt. Die Kapelle liegt östlich vom Maxenhager Hof. Im Innenraum findet sich eine geschlossene neugotische Einrichtung am Spitzbogengewölbe über dem Altarraum die Inschriften: Vergesset die armen Sellen nicht. Betet für die Wohltäter dieser Kapelle, Er hat unsere Schuld auf sich genommen, Um der Liebe willen erlitt er den Kreuzestod, Vater verzeih ihnen, sie wissen nicht was sie tun. Das Gewölbe ist mit blauen Linien betont, die Betstuhlwangen sind mit geschnitzten Blütenornamenten verziert. Den Mittelpunkt im Altarraum bildet ein Kruzifix mit zwei Heiligenfiguren (hl. Maria und Johannes) aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Als Kreuzwegstationen fallen in der Kapelle kolorierte Stahlstiche in schmalen, goldfarbenen Holzrahmen auf.

Zirler Kapelle
Bei der Zirler Kapelle handelt sich um eine Holzkapelle (1985 originalgetreu anstatt der alten, sehr desolaten Kapelle neu erbaut), deren Äußeres die prunkvolle Asstattung gar nicht erahnen lässt. Der Grund der Kapellengründung ist vermutlich in der Kartusche am klassizistischen Altärchen zu lesen: Der hoch heiligen Dreifaltigkeit und der schmerzhaften Gottes Mutter Maria ist ewiger Dank gesagt, von einer Person, welcher aus einer großen Not ist geholfen worden. EX VOTO 176. Pfarrer Josef Kirchner schrieb die täglichen Lebensregeln, die heute noch in einem Bilderrahmen (ganz oben rechts) zu lesen sind.

Zaller Kapelle
Die heutige Zaller Kapelle wurde an Stelle der alten Högel Kapelle 1983 nach einem Plan von Hans Knapp in einer Straßenkurve der Straße nach Hausstatt, nördlich des Hofes Schilcher erbaut. Die gemauerte Kapelle mit 5/8-Chor, steilem, schindelgedecktem Satteldach, Rundbogenportal und Glockenturm mit Zwiebelturm besitzt ein interessantes Inventar aus em 17. und 18. Jahrhundert. Ein sehr schönes schmiedeisernes Gitter trennt den Altarraum ab. Der neue Altar (Entwurf und Ausführung: Hans Knapp) im barocken Stil beherbergt eine Pietà und eine kleine Figurengruppe Mariä Heimsuchung (Patrozinium). Maria hält Christus über das rechte Knie gelegt. Mit der rechten Hand hält sie das Haupt Christi, mit der linken Hand die Hand Jesu. Dessen rechte Hand hängt zu Boden. Maria im blauen Mantel, rotem Kleid mit goldenem Strahlenkranz. Ein Schwert durchstößt das Herz der Schmerzensmutter. Christus trägt ein weißes Lendentuch. Interessant ist die Kreuzigungsgruppe aus dem 18. Jahrhundert neben dem Eingang. Zwei gefasste Heiligenfiguren aus dem 17. Jahrhundert zeigen Simon und Thomas. Über dem Gitterbogen sieht man ein größeres Kruzifix in der Art eines Pestkreuzes.

Berghof Kapelle
Der gemauerte Bau mit schindelgedecktem Dach und rechteckigem Fassadentürmchen wurde an Stelle der alten Aigner Kapelle aus Holz, die weiter taleinwärts stand und aufgrund der Straßenverlegung abgetragen werden musste, nach dem Plan von Hans Knapp vom Hobbyclub errichtet und 1980 geweiht. Der Altarraum ist durch ein schönes schmiedeisernes Gitter abgegrenzt. Der Altar mit Figurengruppe (von Alois Winkler) stammt aus der Johanneskirche in Innsbruck und trägt die Inschrift: Königin der Herzen, Ave Maria gratia plena ora pro nobis. Die Figurengruppe im Nazarenerstil zeigt die thronende Maria (mit Krone und Sternenkranz) mit Kind (mit Weltenkugel) sowie einen knieenden Mönch mit gefalteten erhobenen Händen in schwarzer Kutte und einem halb knieenden Engel mit vergoldeten Flügeln und weißem Kleid. Oberhalb des Altarraums ein von deutschen Urlaubsgästen gewidmetes Kruzifix (1960). Die alte Ausstattung ist übrigens im Depot verbrannt.

Egger Kapelle
Knapp an ein Haus angebaut, unterhalb der Straße in Innerweerberg stand die alte Egger Kapelle. Die gemauerte, einjochige Kapelle mit dreiseitigem Chor und Satteldach hatte über dem Rundbogenportal eine quadratische Figurennische mit einer kleinen Marienstatue aus Gips. Die Innenausstattung war nicht von großer Bedeutung. Der Neubau (Plan Erwin Unterlechner) der Egger Kapelle bietet mit Innerweerberg und dem Karwendel im Hintergrund an schönen Tagen ein herrliches Bild. Die neue Kapelle hat einen überdachten Vorbau mit Sitzgelegenheit und ein schindelgedecktes Türmchen mit Kugel und Kreuz. Die Kapelle ist einfach ausgestattet. Den Mittelpunkt bildet eine Statue Maria mit dem Kind. Links und rechts davon zwei Bilder mit dem Herz Mariä und Herz Jesu.

Ried Kapelle
Nachdem die alte Ried Kapelle - ein Holzbau - einem Stallbau weichen musste, baute man 1979 nach einem Plan von Hans Knapp am Hang oberhalb der Straße eine neue einjochige Kapelle mit rechteckigem Grundriss und halbrundem Altarraum. Über dem Eingang befindet sich ein viereckiges Fassadentürmchen mit holzschindelgedecktem Satteldach. Der neue Altartisch wurde im barocken Stil angefertigt. Vier kleinere, bemalte, volkskundliche interessante Gipsfiguren zeigen die Heiligen Sebastian, Joachim, Notburga und Josef. Sie wurden Ende des 19. Jahrhunderts hergestellt. Den Mittelpunkt bildet eine große Madonnenstatue. Über dem Eingang findet sich aus dem ursprünglichen Inventar ein Maria-Hilf-Bild nach Lucas Cranach (Öl auf Leinwand) aus dem 17. Jahrhundert. Die Kreuzwegstationen sind moderne Drucke. Zwei große Drucke im Altarraum zeigen Herz Mariä und Herz Jesu. Das Kruzifix (geschnitzt und gefasst) stammt aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert. Zwei kleine Gipsengel mit roten Flügeln und türkisfarbenem Kleid stehen auf dem Altar.